"Wir brauchen die Kunst, um nicht an der Realität zu verzweifeln."

Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas anderes gewesen zu sein, als kreativ. Gemäss meiner Mutter bin ich schon mit einem Pinsel in der Hand zur Welt gekommen und habe meine ganze Kindheit und Jugend nichts anderes getan, als meine Umgebung jeden Tag ein bisschen schöner zu machen, egal auf welche Art und Weise.

Nach meinem Modedesign-Studium zur Zeit des Mauerfalls in Berlin arbeitete ich sechs Jahre als Beautyredakteurin mit Schwerpunkt Fotoproduktionen bei der Zeitschrift FREUNDIN in München und war danach zwei Jahre lang Beautyressortleitung bei der Zeitschrift JOLIE. Eine sehr interessante Zeit, die ich nicht missen möchte, aber fast zu wenig kreativ. Die Kreativität lebte ich somit autodidaktisch ab 2001 in der Malerei aus, mit grossformatigen Bildern in Mischtechniken, kombiniert mit Kalligraphien aus der ganzen Welt. Viele Ausstellungen im In- und Ausland folgten.

Nach meinem Umzug 2006 in die Schweiz - der Liebe wegen - gründete ich die Schmuckkollektion MARACHARMS und war verantwortlich für Design, Produktion, Marketing und den Verkauf auf Messen im In- und Ausland. Aber auch das war mir insgesamt zu wenig kreativ. Ab 2010 konzentrierte ich mich deshalb immer mehr auf die Bildhauerei und besuchte regelmässig Bildhauer- und Keramikseminare, unter anderem bei Al Leu (Zürich), Christine Burch (Zürich), Irene Hammer (Luzern), Nathalie Schnider-Lang (Lehmhuus Basel), Peter Rübsam (Europäische Kunstakademie Trier), Sasha Wardell (Tessin) und Sebastian Probst (Köln/Piemont).

Immer mehr stieg in mir der Wunsch hoch, meine Begeisterung für Kunst und kreatives Arbeiten auch an andere weiterzugeben, so dass ich seit meiner Ausbildung zur Erwachsenenbildnerin im Jahr 2014 regelmässig Kunstseminare gebe. Entweder privat in kleinem Rahmen in Luzern oder für den grossen und sehr engagierten Kunstbedarfshandel Boesner schweizweit.

Nach Ausflügen Richtung Holz und Gips im Grossformat sind meine Lieblingsmaterialien für Skulpturen inzwischen Papierporzellan, Paperclay und Japanpapiere.